Bijdrage
op het 12de Internationaal Communistisch Seminarie
"De Marxistisch-Leninistische Partij en het anti-imperialistisch front tegen
de oorlog "
Brussel,
2-4 mei 2003
www.icsbrussels.org , ics[at]icsbrussels.org
Redebeitrag Achim Churs, Mitglied des Sekretariats beim Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD)
Liebe Genossen!
(Ich bin gebeten worden, als Mitglied des Sekretariats der Kommunistischen Partei Deutschlands einige Worte auf der heutigen Konferenz zu sprechen. Diese Möglichkeit will ich gern wahrnehmen.)
Diese heutige Konferenz der kommunistischen und Arbeiterparteien Europa ist ein äußerst wichtiges Zusammentreffen, wo wir beraten wollen, wie wir Kommunisten Europas unsere Solidarität mit den Werktätigen des sozialistischen Koreas verstärken, aber auch koordinieren müssen.
Unsere Partei, die Kommunistische Partei Deutschlands, und auch unser Jugendverband, der Kommunistische Jugendverband Deutschlands, pflegen seit Jahren sehr gute, brüderliche Kontakte zur Partei der Arbeit Koreas und zum Sozialistischen Jugendverband Kim Il Sung. Der Austausch von Erfahrungen in der politischen Arbeit und die gegenseitige Information zu politischen Fragen sind zwischen unseren Parteien eine Normalität geworden.
Am 9. Februar des vergangenen Jahres sprachen wir an dieser Stelle darüber, daß es unsere Pflicht als Kommunisten ist, durch unsere Solidarität auf der Grundlage des proletarischen Internationalismus den gerechten Kampf des koreanischen Volkes bei der Verteidigung ihrer sozialistischen Heimat zu unterstützen. Wenige Tage zuvor, am 30. Januar 2002, verkündete der Präsident der USA, daß die KDVR neben dem Irak und dem Iran zur "Achse des Bösen" gehöre.
Inzwischen ist mehr als ein Jahr vergangen. Die USA führten vor wenigen Wochen einen verbrecherischen Krieg gegen das irakische Volk. Sie haben nun den Irak okkupiert.
Mit dem gleichen Szenario und ähnlichen Lügen, wie sie vor dem Krieg der NATO in Jugoslawien und vor den Aggressionen in Afghanistan und im Irak abliefen, suchen die USA auf der koreanischen Halbinsel einen Vorwand für einen militärischen Angriff.
Die demokratischen und friedliebenden Kräfte in der ganzen Welt wissen, daß es die USA sind, die die jetzige Situation auf der koreanischen Halbinsel unter anderem durch die permanente Verletzung des Vertrages über die Lieferung von Leichtwasserreaktoren, der im Jahre 1994 zwischen der KDVR und den USA vereinbart wurde, verschärft haben.
Natürlich sind die USA über die konsequente Haltung und die kluge Politik der Regierung der KDVR nicht glücklich. Kommunisten lassen sich eben nicht erpressen oder kaufen!
Es ist die einzige und richtige Entscheidung der KDVR, die Waffeninspekteure der UNO des Landes zu verweisen. Es ist auch richtig, daß die Regierung der KDVR aus dem Atomwaffensperrvertrag ausgetreten ist. Niemand findet es unnormal, einen Dieb nicht in seine Wohnung hineinzulassen, damit er sich schon seine Beute vor seinem Diebeszug aussuchen kann. Und jeder würde mit dem Kopf schütteln, wenn das eine Fußballteam, das mit Schuhen auf das Spielfeld aufläuft, von der anderen Mannschaft fordert, barfuß anzutreten.
So aber treten die USA auf!
Sie, die USA, nehmen sich das Recht, als imperialistische Weltmacht Nummer 1 anderen Staaten, die nicht in ihr Konzept der imperialistischen Neuordnung der Welt passen, zu verleumden und zu erpressen. Wenn ihnen das nicht gelingt, dann sind sie bereit, einen mit Tausenden Opfern gepflasterten Weg eines Krieges zu gehen.
Aber Genossen, die zunehmende Aggressivität der USA steht auch unter einem anderen Gesichtspunkt.
In den letzten Monaten, vor allem in der Zeit vor und während der US-Aggression gegen den souveränen Staat Irak, verschärften die USA massiv die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel. Offen drohten sie der Koreanischen Demokratischen Volksrepublik mit einem "präventiven" Atomschlag. Die in Südkorea durchgeführten Militärmanöver üben das Szenario eines Atomkrieges gegen das sozialistische Land im Norden. Die Situation auf der koreanischen Halbinsel ist auf‘s Äußerste gespannt. Wir müssen uns bewußt sein, daß die Gefahr eines zweiten "Koreakrieges" sehr groß ist.
Anders als im Krieg der Amerikaner und der Briten im Irak, wo es um die militärische Durchsetzung der "neuen Weltordnung" unter der Vorherrschaft der USA geht, ist der Krieg gegen die Koreanische Demokratische Volksrepublik in erster Linie eine Klassenauseinandersetzung zwischen Kapitalismus und Sozialismus.
Das ist der Grund, warum wir heute hier zusammensitzen.
Vor einem Jahr, am 9. Februar 2003, erklärte unser Vorsitzender der KPD, Genosse Werner Schleese, an dieser Stelle, daß unsere Partei durch uneingeschränkte Solidarität - politisch, wirtschaftlich und, wenn erforderlich, auch militärisch der KDVR Hilfe zu leisten.
Auf politischem Gebiet leisten wir umfangreiche Aufklärungsarbeit über die KDVR, den sozialistischen Aufbau in diesem Land und über die Politik der Partei der Arbeit Koreas in unseren Publikationen und in der von uns betriebenen Website www. KDVR.de.
Auf wirtschaftlichem Gebiet überreichten die KPD und ihr Jugendverband der Partei der Arbeit Koreas bzw. dem Sozialistischen Jugendverband Kim Il Sung mehrere wertmäßig nicht unbeträchtliche Spenden in Form von Medikamenten und medizinischen Kleingeräten.
Doch unser Vorsitzender der KPD sprach auch von militärischer Hilfe. Als er das in diesem Raume sagte, erwähnte er das heldenhafte Beispiel der Internationalen Brigaden, die das republikanischen Spanien gegen den faschistischen Franco-Putsch und gegen die Beteiligung des faschistischen Hitlerdeutschlands und des faschistischen Italiens verteidigten. Nicht wenige unserer Genossen haben sich spontan bereit erklärt, ihre militärischen Kenntnisse und Fähigkeiten, die sie sich als Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere in der Nationalen Volksarmee erwerben konnten, im Falle einer amerikanischen Aggression gegen die KDVR der Koreanischen Volksarmee zur Verfügung zu stellen, um an der Seite der koreanischen Genossen das sozialistische Korea zu verteidigen.
Genossen, Millionen Menschen in der ganzen Welt sind in den letzten Monaten auf die Straße gegangen, um gegen die USA-Aggression im Irak zu demonstrieren. Der herrschende Antikommunismus in unseren Ländern wird es uns jedoch schwer machen, unsere Menschen im Falle einer Aggression der USA gegen die KDVR im gleichem Umfange zu Protestaktionen zu mobilisieren. Für viele von ihnen ist es schon ein Unterschied, ob ein Krieg gegen einen "Diktator" Saddam Hussein und für Öl, oder einen "kommunistischen Diktator Kim Jong Il", der laut den bürgerlichen Medien sein Volk hungern läßt und mit Atomwaffen droht, geführt wird. Das "kommunistische Nordkorea" ist schlimmer und gefährlicher als ein von einem "Diktator" Saddam Hussein geführter Irak.
Wir müssen folglich unsere politisch-ideologische Aufklärungsarbeit intensivieren, die Wahrheit, unsere Wahrheit, über die KDVR und über den Sozialismus in Korea verbreiten, die Mauer der Lügen und Diffamierungen der bürgerlichen Medien durchbrechen. Wir müssen unsere Ideologie, den Marxismus-Leninismus, unter den Menschen verbreiten – beharrlich und konsequent.
Das ist nicht nur ein Kampf mit der bürgerlichen Ideologie, sondern auch eine ernste Auseinandersetzung mit allen Formen des Revisionismus, Reformismus, Trotzkismus und Sozialdemokratismus.
Das ist eine äußerst wichtige Aufgabe, die wir als Kommunisten erfüllen müssen und ... aus der wir siegreich hervorgehen müssen.
Vor dieser Aufgabe stehen wir Kommunisten in allen unseren Ländern, aus denen wir kommen. Und hier gibt es Möglichkeiten, die wir gemeinsam noch gar nicht ausgeschöpft haben. Das Zusammenwirken unsere Parteien muß intensiviert werden, die Aktionen sind zu koordinieren, sowohl politisch als auch in der ideologischen Auseinandersetzung mit unserem gemeinsamen Gegner, dem Imperialismus und seinen Helfershelfern in der Arbeiterbewegung. Unsere Solidarität mit der KDVR ist ein wichtiges, ein konkretes Segment. Es ist proletarischer Internationalismus - konkret in der Praxis angewandt!
Wir Kommunisten aus Deutschland erwarten von der heutigen Konferenz, daß positive Ergebnisse und Festlegungen in dieser Richtung. Gleichzeitig versichern wir, uns unserer Verantwortung voll bewußt zu sein und alles in unseren Kräften zu tun, das sozialistische Korea in seinem gerechten Kampf zu unterstützen.
Danke.